Coronapandemie: Die aktuellen Fallzahlen in Deutschland und weltweit steigen

Coronapandemie: Die aktuellen Fallzahlen in Deutschland und weltweit steigen

05 Jul 2020

Berlin - Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich in Deutschland 196.335 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 5. Juli, 0:00 Uhr). Das sind 239 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 9.012. Als genesen gelten rund 181.700 Menschen, etwa 300 mehr als am Vortag.

Laut Situationsbericht des RKI liegt die Ansteckungsrate (Reproduktionszahl) mit dem Coronavirus in Deutschland aktuell bei 0,94 (7-Tage-R-Wert, Stand: 4. Juli, 0:00 Uhr). Die Reprodutionszahl R bezeichnet die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter im Durchschnitt angesteckt. Das RKI weist darauf hin, dass es durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstäkt zu statistischen Schwankungen kommen kann.

Optimistisch, dass eine zweite Welle der Infektionen verhindert werden kann
"Die Covid-19-Pandemie breitet sich weiterhin weltweit aus", stellte RKI-Präsident Lothar Wieler in einer Pressekonferenz am 23. Juni, fest. Auch in Deutschland werde das Virus weiterhin bleiben. "Bitte bleiben Sie achtsam", ist daher sein dringender Appell. "Diese Pandemie können wir nach wie vor nur gemeinsam in der bisher gezeigten Solidarität gut bekämpfen." Wieler ist "sehr optimistisch", dass in Deutschland eine zweite Welle der Corona-Infektionen verhindert werden kann. Wichtig dafür ist es, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. "Das liegt echt in unserer Hand, in unserer Verantwortung", so Wieler.

Weltweite Verbreitung
Weltweit haben sich nach Angaben der Johns Hopkins-Universität (Baltimore, USA) 11.267.309 Menschen in 188 Ländern mit dem Coronavirus infiziert. 530.754 Menschen sind an dem Virus gestorben. Als genesen gelten 6.059.565 Menschen (Stand: 5. Juli, 07:13 Uhr).

Die Reproduktionszahl - oder kurz gesagt der R-Wert - bezieht sich auf einen Zeitraum über mehrere Tage, der in der Vergangenheit liegt. Meldeverzögerungen und Schätzungen können zu statistischen Schwankungen führen. Bei insgesamt kleineren Fallzahlen können wenige Ausbrüche den R-Wert sichtbar beeinflussen. Solange der R-Wert um 1 schwankt, stagniert das Infektionsgeschehen auf gleichem Niveau. Sollte der R-Wert dauerhaft über 1 steigen, werden auch die Fallzahlen wieder zunehmen.

Quelle-Grafik: Bundesregierung

 

 

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