32.5%: Einigung zwischen Parlament und Mitgliedsstaaten - Energieeinsparvorgaben bleiben kosteneffizient

20 Jun 2018

Strassburg - Gestern Nacht gelang die Einigung zur künftigen Energieeffizienzrichtlinie zwischen Europäischem Rat und Europäischem Parlament. "Die Vereinbarung, bis 2030 ein EU-weit unverbindliches Energieeinsparziel von 32,5 Prozent anzustreben, ist sehr ehrgeizig und erfordert viel Aufwand", sagt Markus Pieper (CDU), zuständiger Abgeordneter und Verhandlungsführer der EVP-Fraktion für die Energieeffizienzrichtlinie. "Die überzogenen Einsparvorstellungen der Grünen, Sozialisten und Liberalen erhielten jedoch eine klare Absage. Die überhöhten Einsparplanungen hätten auch Erneuerbare Energien in ihrer Entwicklung gebremst.“

Mit der jetzt vereinbarten Flexibilität können die Mitgliedstaaten je nach ihren nationalen Gegebenheiten Maßnahmen wie Anreize und Steuererleichterungen optimal nutzen. Die Energieeffizienzrichtlinie ist die dritte von acht Rechtsakten im Rahmen des so genannten Clean Energy Package, das im November 2016 vorgelegt wurde. Die erste - eine überarbeitete Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) - wurde im April 2018 abgeschlossen, die zweite - die Richtlinie über erneuerbare Energien im Juni 2018. Das Paket ist ein wichtiger Bestandteil der Pläne zur Schaffung einer Energieunion in Europa. Die Umsetzung der nun verhandelten Energieeffizienzrichtlinie in Deutschland erfolgt in knapp zwei Jahren.

Quelle: EU-Parlament

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